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Ich könnte Ihnen hunderte Bilder von Schäden zeigen, aber macht es Sinn? Aus meiner Sicht nein. Es ist besser sich mal die Entwicklung im Fliesenhandwerk von 2004 anzuschauen, ebenso wie umfangreich das Gebiet des Fliesenlegers geworden ist.

Nimmt man allein das Gebiet der Abdichtung was sehr oft vernachlässigt wird, die Schäden durch Feuchtigkeit nehmen drastisch zu. Sehen wir nicht alle nur das fertige Produkt die gefliest Wand, aber wie sieht es dahinter aus?

Ich empfehle jeden Bauherrn bevor er mit dem Neubau oder der Sanierung beginnt, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und im Zweifelsfall sich Rat vom Sachverständigen einzuholen bzw. die Arbeiten überwachen zu lassen.

 

 Die Entwicklung des Fliesenhandwerks von 2004 an in Deutschland.

Bis 2004 gehörte der Fliesenleger zu den Handwerksberufen, die Eintragungspflichtig in der Abteilung A der Handwerksordnung waren.

Eine Firmengründung war nur mit abgeschlossener Meisterausbildung möglich. Der Meisterabschluss steht für überdurchschnittliches Fachwissen, welches sich in der Qualität der Arbeit und der Fachkompetenz in der Beratung widerspiegelt.

Die Ausbildung zum Meister beinhaltet neben dem fachspezifischen, praktischen und kaufmännischen Teil auch den Pädagogischen, um Lehrlinge auszubilden. Der Meistertitel steht für hohe Qualität und ist für den Kunden eine Art Gütesiegel.

Bei Firmengründungen mit Meistertitel sind nach 5 Jahren noch 70 % davon am Markt, ohne Meistertitel nur 40 %.

Die Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk ist 2004 abgeschafft worden und im Bereich der zulassungsfreien Handwerksberufe, nach der gültigen Handwerksordnung im Bereich Abteilung B1 (Berufe ohne Meisterpflicht), eingegliedert.

Die Zahl der Fliesenlegerbetriebe ist daraufhin sprungartig angestiegen.

Seit Abschaffung der Meisterpflicht hat sich die Zahl der Betriebe verfünffacht, so waren im Jahr 2004 ca.12.000 Fliesenlegerbetriebe in ganz Deutschland gemeldet und zugelassen, im Jahr 2012 waren es im gesamten Bundesgebiet 68.000 Betriebe, davon 18.500 Betriebe deren Besitzer aus den MOE-Staaten (mittel- und osteuropäischen Staaten) kommen. [1]

Auf Grund der weggefallenden Meisterpflicht, ist auch die Zahl der nachrückenden Fliesenlegermeister drastisch gesunken, 2004 haben 550 Fliesenleger ihren Meisterbrief erhalten, 2013 sind es nur noch 100, das ist ein Rückgang von ca. 80 %. [2] 


[1] Quelle: www.igbau.de 

[2] Quelle: www.igbau.de 

 

Im Jahr 2020 ist die Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk wieder eingeführt worden.

 

Die Keramik/Fliese im Zusammenhang mit dem Sachverständigen und Fliesenleger umfasst das Spektrum der Fliesen, Mosaike, Natursteine bis hin zu Betonwerkstein- und Terrazzoböden, sowie deren Verarbeitung und Verlegung, einschließlich der Beurteilung von Untergründen.

Der Einsatz von speziellen Dünnbettklebern und verschiedenen Abdichtsystemen gehören zu seinem Aufgabengebiet, wie auch die Beratung hinsichtlich Größe und Form von keramischen Fliesen und Beratung über die Eignung der Materialien in verschiedenen Bereichen wie Dusche, Terrasse oder Sauna.

Die verschiedenen Arten von Materialien (Keramik, Fliese, Naturstein, Glasmosaike) treffen wir in der heutigen Zeit überall an, egal ob im häuslichen Bad, welches immer mehr zum Wellnesbereich wird, in öffentlichen Schwimmbädern, Einkaufspassagen, Krankenhäusern oder in industriellen Bereichen.

Die Verlegung der Fliesen erfolgt nicht nur im Innen- sondern auch im Außenbereich. Auf Grund unserer heutigen klimatischen Wetterbedingungen werden die Ansprüche an die Ausführung und Haltbarkeit immer größer.